21. – 27. September 2026

CRAFT WEEK

FALL EDITION


Färben, Drucken, Sticken, Kreieren... Während der CRAFTWEEK wird unser Projektraum zum kreativen Atelier und lädt ein, selbst Hand anzulegen. Designer:innen vermitteln traditionelle textile Techniken und interpretieren das Handwerk neu. Die breite Palette an Workshops richtet sich an Kinder und Erwachsene: Anfänger und Fortgeschrittene, alle sind willkommen!


Auf einen Blick:





















ZUM PROGRAM︎︎︎


MONTAG 21.09.2026, 18—21:30



PUNCH NEEDLE — Flauschige Kreativität in 3D


Lerne mit der Punch Needle zu arbeiten & experimentieren und erstelle eigene textile Kreationen.

Gestalte mit der Stanznadel Patches, mit welchen du deine Kleider, Taschen, Kissen, Plaids und andere Textilien verschönern kannst. Punch Needle ist eine Sticktechnik, bei welchen Schlaufen in ein Gewebe gelegt werden. Sie eignet sich gut als Einstieg für Anfänger:innen ins textile Handwerk. Für diesen Kurs braucht es keine Vorkenntnisse.

Barbara Muff verfügt über einen Bachelorabschluss in Modedesign der FHNW Basel sowie über einen Master in Kunstvermittlung der HSLU Luzern. Im Rahmen eines Atelierstipendiums hielt sie sich in Mexiko auf, wo sie ihre künstlerische Praxis vertiefen konnte. Sie ist Mitgründerin und Projektleiterin des Instituts für textiles Forschen.

Darüber hinaus bringt sie umfangreiche Unterrichtserfahrung im Fach Textiles Gestalten auf Primar-, Sekundarstufe I und II mit. Sie leitete diverse Stickkurse, gab Kurzinputs und realisierte zahlreiche textile Projekte, sowohl im Kontext des Instituts für textiles Forschen als auch im Rahmen von Projekten in Mexiko.

18—21:30
145 / 165 / 185CHF
Max. 12 Personen

TICKETS


DIENSTAG 22.09.2026, 18—22:00

ARBEITEN MIT DEM BESTEHENDEN — Accessoires aus Accessoires


Gestalte neue Accessoires aus Bestehendem und verwandle kaputten oder ungenutzten Schmuck in einzigartige Stücke. Durch Handwerk, Wiederverwendung und dein eigenes Verständnis von Wert.

In diesem Workshop erforschst du, wie aus vorhandenen Materialien neuer Wert entstehen kann. Ausgangspunkt ist Schmuck, der beschädigt, ungenutzt oder überproduziert ist. Du lernst, ihn zu zerlegen und zu persönlichen Accessoires neu zusammenzusetzen.

NCCFN arbeitet an der Schnittstelle von Design, Handwerk und zirkulärer Praxis. Anstatt neue Materialien einzusetzen, dient das Vorhandene als Ausgangspunkt. Einzelne Elemente wie Perlen, Ketten, Anhänger oder Fragmente werden neu kombiniert und zu eigenständigen Kompositionen entwickelt.

Du erhältst ein grundlegendes Verständnis für den Aufbau von Accessoires und dafür, wie sich Komponenten neu verbinden lassen. Mit einfachen Techniken wie Zusammensetzen, Knoten und Befestigen gestaltest du dein eigenes Stück.

Gleichzeitig eröffnet der Workshop Fragen nach Wert, Autorenschaft und Wahrnehmung. Materialien, die als minderwertig oder fehlerhaft gelten, können durch handwerkliche Bearbeitung und persönliche Auseinandersetzung neu gelesen werden.

Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Der Workshop richtet sich an alle, die sich für praktisches Arbeiten, Wiederverwendung und alternative Designansätze interessieren. Gerne kannst du eigenen Schmuck mitbringen, Materialien stehen auch vor Ort zur Verfügung.

NCCFN (Nothing Can Come From Nothing) ist ein multilokales Netzwerk, das an der Schnittstelle von Design, Handwerk und Kultur arbeitet. Ausgehend von überproduzierter und unverkaufter Kleidung und Accessoires entwickeln sie kollaborative Interventionen, die bestehende Materialien neu kontextualisieren. Sie verstehen Mode als relationale Infrastruktur, die Menschen, Materialien und Systeme verbindet, und nutzen sie, um Produktions, Distributions und Nutzungsweisen zu hinterfragen und neu zu denken.

18—22:00
210 / 230 / 250CHF
Max. 10 Personen

TICKETS

MITTWOCH 23.09.2026, 18—21:30

NÄHE DEIN EIGENES NADELETUI & LERNE VISIBLE MENDING TECHNIKEN


Tauch ab in den entschleunigenden Prozess des Handnähens und entdecke die Freude am Reparieren. In diesem Workshop fertigst du dein persönliches Nadeletui an und lernst gleichzeitig textile Reparatur- und Flicktechniken kennen.

Aus wunderschönen Stoffresten aus Leinen, Baumwolle und Wollwalk sowie leuchtenden Sashiko-Garnen entsteht ein einzigartiges Etui für deine Stick- und Stopfnadeln. Die Innenseiten des Etuis dienen dabei als kleine Musterbibliothek: Hier übst du verschiedene einfache Flick- und Reparaturstiche, die dir später als praktische Referenz dienen und den Einstieg ins Visible Mending erleichtern.

Der Workshop verbindet Handwerk, Kreativität und Nachhaltigkeit. Du lernst grundlegende Techniken des Handnähens kennen, setzt dich mit dem Wert von Reparatur auseinander und gestaltest ein persönliches Objekt, das dich künftig bei deinen eigenen Näh- und Flickprojekten begleitet.

Am Ende des Tages nimmst du nicht nur ein individuell gestaltetes Nadeletui mit nach Hause, sondern auch erste Kenntnisse, um Kleidungsstücke selbst auszubessern, zu pflegen und länger in Gebrauch zu halten.

Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Die Textildesignerin Anne Schlüter (*1981) betreibt seit 2019 das Repair-Business The Hole Story. Neben ihrem Reparatur-Service für Textilien gibt sie ihr Crafting-Know-how in Workshops weiter und bietet Produkte an, die das Reparieren erleichtern und zur Freude machen sollen. Mit The Hole Story verbindet sie ihre Leidenschaft für textile Handarbeiten, ihren Anspruch an einen ressourcenschonenden Umgang mit Materialien und die Freude am Gestalten.
Sie lebt mit ihrer Familie in Meggen (LU) und führt dort seit 2026 als Co-Gründerin auch einen Concept Store names Oktober.

18—21:30
115 / 135 / 155 CHF 
12 Personen

TICKETS

DONNERSTAG 24.09.2026, 18—22:00


FSA BIOJEWELRY — Schmuck aus natürlichem Latex

Design trifft Regenwald: Biojewelry Workshop mit FSA – nachhaltiges Latexmaterial aus dem Amazonas.

Dieser Workshop lädt dazu ein, mit FSA (Folha Semi-Artefato) zu arbeiten; einem innovativen Biomaterial aus natürlichem Latex, das im Kontext von LATX-Biomaterials entwickelt wurde. FSA entsteht durch die Koagulation von flüssigem Naturkautschuk zu dünnen, flexiblen Gummiblättern, die mit natürlichen und synthetischen Pigmenten eingefärbt werden.

Das Material stammt aus der Community Jamaraqua im brasilianischen Amazonasgebiet (Pará, nahe Rio Tapajós), wo es von einem Frauenkollektiv handwerklich hergestellt wird. Der verwendete Kautschuk wird wild im Wald gewonnen, eine Praxis, die nicht auf Abholzung basiert, sondern auf einem regenerativen Umgang mit dem Ökosystem. Die lokale Gewinnung und Verarbeitung schafft Einkommen, stärkt Gemeinschaften und trägt aktiv zum Erhalt des Regenwaldes bei.

Im Workshop arbeitest du direkt mit diesem Material und entwickelst daraus individuellen Schmuck. Schneiden, Formen, Kombinieren und Experimentieren stehen im Zentrum – unterstützt durch eine Vielfalt an Farben und Materialqualitäten.

Gleichzeitig eröffnet der Workshop einen Einblick in die Arbeit von LATX Biomaterials: ein interkulturelles Forschungs- und Designprojekt, das traditionelle Handwerkstechniken aus Brasilien und Mexiko mit zeitgenössischer Materialentwicklung verbindet und zirkuläre, pflanzenbasierte Alternativen zu synthetischen Materialien schafft. Der Kurs verbindet Gestaltung mit einem erweiterten Verständnis von Material: als Teil eines ökologischen, sozialen und kulturellen Systems. Ziel ist es, nicht nur ein Objekt zu schaffen, sondern eine neue Beziehung zu Material, Herkunft und Prozess zu entwickeln.

Alexander Amir Khan ist Designer und Materialforscher und arbeitet seit über zehn Jahren mit natürlichem Latex. Mit LATX Biomaterials entwickelt er zirkuläre, pflanzenbasierte Materialien in Zusammenarbeit mit Communities in Mexiko, Brasilien und der Schweiz. Seine Arbeit verbindet Handwerk, Forschung und Design mit Fokus auf Nachhaltigkeit und interkulturellen Austausch.

18—22:00
290 / 310 / 330CHF
Max. 12 Personen

TICKETs


SAMSTAG 26.09.2026, 10—13:30


DESIGN YOUR KORHOGO BLANKET — Tradition neu verweben


Entwirf deine eigene Korhogo-Decke: Inspiriert von traditioneller Webkunst entsteht dein Design, das von einer Kooperative in Côte d’Ivoire handgewebt wird.

Die traditionelle Webkunst aus Westafrika basiert auf schmalen, auf Holzwebstühlen gefertigten Baumwollstreifen. Durch die Variation von Farben und Rhythmen innerhalb dieser Streifen sowie deren Kombination beim Zusammennähen entsteht eine nahezu unbegrenzte Vielfalt an geometrischen Mustern.

Im Kurs lernen die Teilnehmenden die gestalterischen Möglichkeiten und Grenzen dieser Technik kennen und entwickeln darauf aufbauend ein eigenes Design. Farben und Muster werden innerhalb der Streifen komponiert und zu einem individuellen Gesamtbild zusammengefügt.

Das Ergebnis ist mehr als ein Entwurf: Jede Decke wird von erfahrenen Webern in Korhogo umgesetzt – ein persönliches Textil, das zeitgenössisches Design mit lebendiger Handwerkstradition verbindet.

POPLIN PROJECT ist ein sozial engagiertes Label aus Zürich, das traditionelle Textilhandwerke aus Westafrika mit zeitgenössischem Design verbindet. In Zusammenarbeit mit lokalen Kooperativen entstehen nachhaltige Produkte, die kulturelles Wissen bewahren und faire Arbeitsstrukturen fördern. Das Projekt versteht Mode als interkulturellen Dialog und als Alternative zur schnelllebigen Massenproduktion.

10—13:30
290 CHF kleine Decke (200 x 150cm)
390 CHF grosse Decke (250 x 200cm)
Max. 12 Personen

TICKETS


SAMSTAG 26.09.2026, 14:30—17:30

AUFBAUWORKSHOP IN DER REGENERATIVEN KUNSTSTICKEREI: Kostbare Ornamente aus natürlichen und wiederverwendeten Materialien gestalten


Vertiefe Sticktechniken und gestalte strukturierte textile Ornamente mit natürlichen und wiederverwendeten Materialien.

In diesem Aufbau-Workshop sind die Teilnehmenden eingeladen, die Stickerei als regenerative Praxis weiter zu erforschen: als eine Möglichkeit, Materialien und traditionelle Techniken durch den Einsatz ungewöhnlicher Materialien zu verwandeln.

Aufbauend auf den Grundlagen des Einführungsworkshops vertiefen wir die Arbeit an Texturen und Oberflächen, indem wir neue Nadelstickstiche sowie Techniken aus der Goldstickerei einbeziehen. Fäden, Metallelemente und gefundene Materialien - wie Samen, Pflanzenfragmente, kaputter Schmuck oder Uhrwerke - werden zu komplexen, texturierten und kostbaren Oberflächen zusammengesetzt.

Die Teilnehmenden können entweder ihr begonnenes Projekt weiterentwickeln oder ein neues Gestalten, etwa ein skulpturales textiles Ornament für die Schulter, das aus mehreren bestickten, vom Origami inspirierten Formen besteht.

Wer möchte, kann ausserdem die Technik des Lunéville-Hakens weiter vertiefen.
Der Workshop versteht Stickerei weiterhin als eine Sprache der Transformation: als Reparieren, Verschönern und Neu-Denken des Bestehenden. Jede:r Teilnehmer:in entwickelt ein persönlicheres und ausgearbeitetes Stück, das getragen oder weiterentwickelt werden kann.

Emmanuelle Rapin ist eine französische Kunststickerin und bildende Künstlerin mit Sitz in Berlin. Nach ihrem Studium an der École des Beaux-Arts de Paris spezialisierte sie sich auf Haute-Couture-Stickerei (Lunéville-Haken). Sie arbeitete mit Lou de Bétoly, RIANNA + NINA, Tata Christiane sowie an der Fernsehserie Babylon Berlin mit dem Kostümbildner Pierre-Yves Gayraud. Seit 2019 unterrichtet sie zeitgenössische Stickerei in Kontexten aus Mode und Kunst.

14:30—17:30
120 / 140 / 160 CHF
Max. 12 Personen

TICKETS